Neue Wege erhält Fördermittel

„Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“

Neue Wege erhält Fördermittel für neues familienorientiertes Konzept

 

Kreis Bergstraße (kb). Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) hat mit der Initiative „Kompetenzen entwickeln – Perspektiven eröffnen“ ein neues Förderinstrument für Langzeitleistungsbezieher geschaffen. Der Eigenbetrieb Neue Wege –Kommunales Jobcenter- hat sich mit einem neuen, stark familienorientierten Konzept um Fördermittel aus diesem Topf beworben und den Zuschlag erhalten. Der Projektstart im Kreis Bergstraße ist für Mitte 2017 geplant.

„Familien stärken – Zukunft sichern“

In Deutschland gibt es rund 580.000 Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, die Leistungen eines Jobcenters nach SGB II beziehen und in denen kein Elternteil erwerbstätig ist. Die Kinder in diesen Bedarfsgemeinschaften sind besonders von Armut bedroht, da Arbeitslosigkeit weiterhin das größte Armutsrisiko darstellt. Durch die Leistungen des Jobcenters soll ein Abgleiten in extreme Armut verhindert werden. Neben der finanziellen Bedürftigkeit haben die betroffenen Kinder schlechtere Bildungschancen und weisen eine geringere soziale Teilhabe auf.

Mit dem Konzept „Familien stärken – Zukunft sichern“ sollen Familien mit Kindern im SGB-II-Leistungsbezug gestärkt und mittelfristig wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Das Neue Wege-Konzept ist in fünf Module gegliedert. Es können bis zu 12 Familien unterstützt werden, in der Regel bei einer Laufzeit bis zu 12 Monaten. Ein passgenaues Maßnahmenbündel wird zum Einsatz kommen: Von der Aufsuchenden Hilfe im gewohnten Umfeld der Betroffenen, über Familiencoaching mit eigeninitiierten Projekten, Vermittlungscoaching, Qualifizierungsmaßnahmen bis hin zur sorgfältigen Nachbetreuung beispielsweise. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice Neue Wege und der Wirtschaftsförderung Bergstraße.

 

Mit flankierenden Maßnahmen sollen die Familien zusätzlich bei ihren individuellen Problemen und deren Bewältigung unterstützt werden. Das kann Sucht- und Schuldnerberatung sein, aber auch Begleitung und Unterstützung durch eine Familienhilfe. Durch die schrittweise Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit der Eltern soll eine positive Veränderung der Lebenssituation der Kinder angestoßen werden, damit diese gute Entwicklungschancen haben und nicht zu Leistungsempfängern von morgen werden.
„Unser Ziel ist es, einer Verfestigung von Langzeitleistungsbezug durch Perspektivenentwicklung und positive Lebensplanung in Bedarfsgemeinschaften mit Kindern entgegen zu wirken“ so die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Diana Stolz.

 

 

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